Vorgang

Im Rahmen des Projektmanagements gebrauchen Experten den Begriff Vorgang vor allem in Verbindung mit einem Netzplan, nach traditioneller Definition ist damit ein Geschehen mit definiertem Anfang und Ende gemeint. Mithilfe der Netzplantechnik erstellt computergestützte Software einzelne Elemente, die entsprechend ihrer Reihenfolge dann miteinander verknüpft werden.

Um einen solchen Plan allerdings überhaupt erstellen (lassen) zu können, benötigen die Programme eine Liste an Vorgängen - sie zeigen sowohl die Abfolge von Ereignissen als auch gegenseitige Interdependenzen im Projektmanagement an.

Basis für die Festlegung von einzelnen Vorgängen bilden die Arbeitspakete, die bei der Projektstrukturplanung definiert worden sind. Anschließend bringt der Netzplan diese Anordnungsbeziehungen und somit jeden Vorgang in eine logische Reihenfolge.

Aus einem Arbeitspaket ergeben sich unter Umständen mehrere Vorgänge, genau so ist es allerdings auch möglich, dass ein einziger Vorgang zu mehreren Arbeitspaketen führt. Möglicherweise kommt es sogar zur Bildung von Sammelvorgängen: Voraussetzung hierfür ist, dass die einzelnen Vorgänge Gemeinsamkeiten in ihrer Beschaffenheit und Organisation aufweisen. Im Englischen wird der Begriff im Übrigen nur mit "Activity" übersetzt. Seit dem Jahre 2004 hat der PMBOK-Guide des Project Management Institute entsprechend reagiert und erstmals zur Präzisierung den Terminus "Schedule Activity" eingeführt.

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