Lastenheft

Das Lastenheft wird in der Regel vom Auftraggeber verfasst. Es umreißt die wesentlichen Charakteristika eines Projekts sowie die grundsätzlichen Anforderungen, die es vom Auftragnehmer zu erfüllen gilt.

Damit bildet dieses Dokument häufig die Anfrage-Basis, um Angebote einzuholen, bzw. eröffnet weitere Verhandlungen hinsichtlich vorzunehmender Spezifikationen und Planungsabläufe.

Nachdem dem Auftragnehmer das Lastenheft vorliegt, hat er die dort aufgeführten Lasten, das heißt, die geforderten Ergebnisse und/oder Produkte in von ihm zu leistenden Pflichten zu spezifizieren. Mit Pflichten sind die Vorgänge und Tätigkeiten gemeint, die zur Erbringung der gewünschten Leistung notwendig sind. In seiner schlichtester Form bezeichnet dies die Benennung von Preis und Liefertermin.

Im Projektmanagement beinhaltet das Lastenheft häufig bereits gemeinsame Vorstellungen und Zielsetzungen von Auftraggeber und- nehmer und liefert konkrete Anknüpfungspunkte zur ihrer konzeptionellen Umsetzung. In detaillierter Ausführung bietet es den zusätzlichen Vorteil, als Referenzdokument des Projekts eingesetzt werden zu können und Interessenten des Projekts eine Informationsübersicht zu bieten.

Lasten- und Pflichtenheft sind formale Bestandteile des Vertragsabschlusses zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

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