PMP-Zertifizierung

PMP/PMI: Zertifikat für die Projekt-Praxis

Die akademische Ausbildung steht im Ruf, Diplom-Theoretiker hervor zu bringen. Tatsächlich hat mir ein Bekannter einmal erzählt, im Studium habe ihn sein Professor darüber aufgeklärt, dass der Wert seines Examens weniger im Lernen von bestimmten Inhalten liege, sondern im Ausweis seines generellen Leistungsvermögens, sprich: Mit dem Abschluss zeige sich, dass er ausreichend diszipliniert sei und genügend Grips im Kopf habe, um die Prüfungen zu bestehen. Die ganzen Formeln und Modelle seien eigentlich egal.

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Es war einer der Tiefpunkte seines Studiums, erzählte mein Bekannter. PMP-Anwärter mögen sich fragen, ob es ihnen mit einer PMP/PMI-Zertifizierung ähnlich ergeht: Gibt es über das Zertifikat hinaus Etwas zu gewinnen, womöglich etwas Praktisches?

Wir meinen “Ja”. Die Arbeitsweise des Project Management Institute (PMI) soll für sich sprechen:

Das Referenz-Buch “PMBoK” muss sich gegenüber Praktikern beweisen

Die zentrale Referenz des PMI ist der “Guide to the Project Management Body of Knowledge” das “PMBoK”. Dieses Lehrbuch zu Projektmanagement-Standards wurde 1987 erstmalig aufgelegt. Inzwischen ist es mehrfach überarbeitet worden, wobei Anmerkungen der Mitglieder eingegangen sind. Aktuell liegt es in vierter Ausgabe vor. Das bedeutet: Das PMBoK muss sich immer wieder dem kritischen Blick der Praktiker stellen und wird aktualisiert.

Das PMI fragt aktiv nach Entwicklungen und Meinungen

Meinungsaustausch und Netzwerken vor Ort werden vom PMI groß geschrieben. Weltweit sind 650.000 Mitglieder in regionalen Gruppen organisiert, so dass das PMI alle Möglichkeiten hat, Meinungen und Entwicklungen aus dem Alltag aufzunehmen. Aktuell (Okt. 2012) liegt auf der Website des PMI eine Befragung von 1.000 Mitgliedern zur Agilität in Unternehmen vor. Sie steht als PDF zum Download bereit (Pulse 2012, see: About us).

Gleichzeitig engagiert sich das PMI in Forschungsprojekten und fördert die fachliche Diskussion. Es veröffentlicht Papiere und Präsentationen, veranstaltet Konferenzen oder nimmt dort teil.

Die Prüfungsfragen werden in einem laufenden Prozess aktualisiert

All das fließt in die Ausbildung ein. PMP-Prüflinge müssen im Rahmen der schriftlichen Prüfung 200 Fragen beantworten. Allerdings werden nur 175 gewertet. 25 Fragen werden von der Prüfungskommission eingestreut, um zu erfahren, ob sie sich zur Prüfung eignen. Anwärter auf ein PMP-Zertifikat können sicher sein, dass sich die Prüfungsfragen in Tests bewährt haben. Gleichzeitig unterliegen die Prüfungsfragen einem ständigen Erneuerungsprozess.

So wie sich soziale und wirtschaftliche Bedingungen wandeln, muss sich auch das Projektmanagement wandeln. Das PMI weiß darum. Als PMI-Absolvent und -Mitglied knüpfen Sie an den aktuellen Stand an und haben an künftigen Entwicklungen teil.

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