Selbstbehauptung

Soft Skill-Tipp #3: Selbstbehauptung mit Stil

Soft Skills stehen für Stärke mit Stil. Ein Beispiel ist die Selbstbehauptung. Sie steht auf zwei Säulen: dem Selbstbewusstsein und der Fähigkeit, sich gegen Übergriffe abzugrenzen. Wir haben zwei Tipps aus den KAYENTA-Soft Skill-Trainings für Sie vorbereitet.

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Soft Skills in der Praxis: Quellen des Selbstbewusstseins

Im Alltag wird das Selbstbewusstsein zuweilen löchrig wie ein Schweizer Käse. Mir folgenden Übungen können Sie die Lücken wieder schließen:

Sich an Erfolge erinnern

Im Laufe Ihres Lebens haben Sie bereits schwierige Situationen gemeistert. Rufen Sie sich zwei davon wieder in Erinnerung. Am besten eignen sich solche, in denen Sie in guter Form waren und die anstehende Hürde mit Bravour genommen haben. Wie war das damals:

  • Welche Fähigkeiten und Stärken haben Ihnen geholfen?
  • Inwiefern helfen Ihnen Ihre Fähigkeiten und Stärken aktuell weiter?

Denken Sie auch über kleinere, alltägliche Erfolge nach und missachten Sie sie nicht. Kleine Erfolge bereiten die großen vor: Wenn Sie zum Beispiel eine Beförderung anstreben, gehen ihr Anerkennung und positives Feedback voraus.

Rufen Sie sich angesichts einer schwierigen Aufgabe diese erfolgreichen Momente in Ihr Bewusstsein zurück: Tauchen Sie in das gute Gefühl ein und schöpfen daraus Kraft. Gönnen Sie sich ein paar Minuten und spüren dem starken, warmen Gefühl nach, das sich in Ihnen aufbaut. Merken Sie, wie Sie sich entspannen und Ihre Körperhaltung verändern?

Aus dem Eintauchen in Erfolgsmomente können Sie eine dauerhafte Übung machen: Versuchen Sie, den guten Moment in einer Art innerem Foto zu speichern. Wenn Sie die Übung häufig genug wiederholen, können Sie die kraftvolle innere Haltung auf Knopfdruck abrufen.

Das glauben Sie nicht? Fragen Sie einmal einen Profi-Sportler, wie er sich auf den Sieg vorbereitet.

Sich bewusst machen, auf was Sie stolz sind

Auf dem Weg zum Ziel konzentrieren sich die meisten Menschen auf das, was vor ihnen liegt. Das, was sie schon gemeistert haben, gerät in Vergessenheit. Denken Sie öfter darüber nach, was Sie schon erreicht haben, und worauf Sie stolz sein können.

Eine weitere verbreitete und wirkungsvolle Übung ist es, sich jeden Abend drei große und kleine Erfolge zu notieren. So halten Sie den inneren Kritiker und seine nörgelnde Stimme in Schach.

An der Sichtweise arbeiten

„Der macht mich ganz unsicher“, sagt man, wenn im Beisein einer Person die Knie weich und die Hände feucht werden. Genau genommen kann die andere Person nichts für Ihre Nervosität – außer sie ist aggressiv und legt es darauf an. Doch dazu später mehr.

In vielen Fällen ist die Nervosität der Art und Weise geschuldet, wie Sie sich in der Situation selbst sehen: Vielleicht fühlen Sie sich unterlegen oder weniger attraktiv.

Manche Ratgeber empfehlen, sich die bewunderte oder gefürchtete Person in einer privaten Situation vorzustellen, zum Beispiel nackt.

Der Ansatz überzeugt nicht. Es ist der Versuch, den anderen abzuwerten und die Hochachtung so zu verkleinern, dass der andere noch kleiner ist als man selbst.

Das ist alles andere als selbstbewusst! Der andere ist ein Mensch, mit Stärken und Schwächen so wie Sie auch. Sich seine und Ihre Stärken und Schwächen bewusst zu machen, hilft Ihrem Selbstbewusstsein weitaus mehr.

Soft Skills angewendet: Sich behaupten

Neben den „Unschuldigen“ gibt es Zeitgenossen, die es darauf anlegen, andere einzuschüchtern oder zu überrumpeln. Hier ist es Ihre Aufgabe, Übergriffe angemessen abzuwehren.

Eine Strategie liegt darin, höflich und beharrlich die eigene Position zu vertreten. Mal angenommen, ein Kollege hat es sich zur Angewohnheit gemacht, in Ihr Zimmer zu stürmen, eine Mappe auf den Tisch zu werfen und Sie zu einer Aufgabe zu verpflichten: „Das ist ein Job für Dich!“ Die Beharrlichkeitsmethode funktioniert so:

  • Wiederholen Sie mit eigenen Worten, was Ihr Kollege gesagt hat
  • Fügen Sie direkt Ihren eigenen Wunsch oder Ihre Forderung hinzu
  • Liefern Sie einen Grund für Ihren Wunsch oder Ihre Forderung

Ihre Antwort könnte diese sein:
„Du meinst, das ist ein Job für mich. Ich kann ihn nicht annehmen, weil ich schon einen Job übernommen habe, der termingerecht fertig werden muss.“

Ihr Kollege antwortet mit großer Wahrscheinlichkeit etwa so:
„Aber Du bist der Einzige, der das machen kann. Der Job hat höchste Priorität, es hängt alles an Dir“.

Auf gar keinen Fall dürfen Sie jetzt in die Argumentation einsteigen. Behaltenn Sie möglichst Ihren ruhigen Ton bei, wiederholen Sie, was Ihr Kollege gesagt hat und begründen Sie Ihren Wunsch.

„Ich verstehe. Die Aufgabe hat für Dich höchste Priorität. Ich kann die Aufgabe nicht annehmen, weil ich mich schon verpflichtet habe.“

Die Schleife können Sie so lange drehen, bis Ihr Kollege ausweicht oder es Ihnen zu dumm wird. Wenn Sie eine Idee für einen für Sie guten Kompromiss haben, können Sie ihn einbringen. Andernfalls können Sie das Gespräch vertagen.

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