Miteinander reden: Recherchequelle Gespräch

Präsentationen und Vorträge: Richtig Recherchieren

Google beantwortet Fragen jeder Art mit einem Klick – schnell und kostenfrei. Doch die Überfülle der Ergebnisse kann Sie auf Abwege bringen und die Güte einer Information muss immer geprüft werden.

Stärken Sie Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen!

Entwickeln Sie Ihre Stärken und Potentiale weiter. Bilden Sie sich weiter in unseren Trainings - erfrischend, intensiv, praxisnah.

Hier informieren!

Für Vorträge und Präsentationen kann es zwei Gründe geben: Entweder jemand hat Ihnen den Auftrag gegeben oder Sie hatten selbst die Idee. Egal wie Sie zu Ihrem Vorhaben gekommen sind: Die Frage ist nun, was der Inhalt Ihrer Arbeit sein soll. Mit der Antwort haben Sie gleichzeitig den Rahmen für Ihre Recherche abgesteckt.

Ist Ihre Arbeit “bestellt”, stimmen Sie am besten mit Ihrem Auftraggeber ab, welche Fragen beantwortet werden sollen. Dieser Punkt der Vorbereitung ist wichtig: Lassen Sie ihn aus, laufen Sie Gefahr, am gewünschten Ziel vorbei zu schießen. Der gleiche Begriff kann in zwei Köpfen die unterschiedlichsten Bilder wecken. Sorgen Sie besser für ein einheitliches Verständnis Ihres Themas, damit Ihr Vortrag zum Erfolg wird.

Den Rahmen eingrenzen: Zentrale Aussage klären

Halten Sie Ihren Vortrag aus eigenem Antrieb, können Sie in die Werkzeugkiste der Journalisten greifen, um Ihr Thema einzugrenzen:

  • Warum sollte der Zuhörer dem Vortrag seine Aufmerksamkeit schenken?
  • Wie profitiert er?
  • Was soll er Ihrer Meinung nach tun und wann soll er es tun?
  • Was passiert, wenn er reagiert? Und was, wenn er nicht reagiert?
  • Wer sonst profitiert außerdem und warum?

Nach und nach bekommen Sie ein Gefühl dafür, was die Eckpunkte Ihres Vortrags sein werden, welche Fragen Sie beantworten und welche Sie auslassen wollen. Wenn Sie sich Klarheit über diese Punkte verschafft haben, können Sie Ihrem Thema eine Struktur geben und mit der Recherche starten.

Bekannt und bewährt: Ihre persönlichen Favoriten

Bestimmt haben Sie eine Art private Bibliothek – eine Sammlung von Online- und Offline-Quellen, die Sie schätzen. Sichten Sie alles Hör- und Sehbare, das Sie gesammelt und schon einmal für wertvoll befunden haben.

Miteinander reden: Recherchequelle Gespräch

Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, fragen Sie Menschen in Ihrer Umgebung, was sie von Ihrem Thema halten: Kollegen, Mitarbeiter und Partner. Auf die Art bekommen Sie schon einmal ein frühes Stimmungsbild. Sie können Meinungen und Einwände abschätzen und wer weiß, vielleicht tut sich ein Aspekt auf, an den Sie noch nicht gedacht hatten.

Wenn Sie Ihre Kollegen befragen, denken Sie bitte an konkrete und bildhafte Fragen. “Ich möchte alles wissen über … ” ist zu allgemein. Ihr Gesprächspartner wird vermutliche ins Stottern geraten, weil er sein gesamtes Knowhow aktivieren, sortieren und sich überlegen muss, was Sie eigentlich wissen wollen.

Sie können es zum Beispiel versuchen mit: “Wie würden Sie in einer Situation XY handeln?” oder “Welche Erfahrungen haben Sie mit ….?” Malen Sie Ihrem Gesprächspartner die Szenerie möglichst bildlich aus.

Interessant und oft verkannt ist die Gruppe der Nicht-Experten. Dabei liefert der unverstellte Blick von außen oft die besten Anregungen.

Bitte gesunde Distanz wahren: Recherchequelle Internet

Google ist für die meisten von uns selbstverständlicher Teil des Lebens geworden: Wir stellen unsere Fragen, ohne weiter darüber nachzudenken. Es heißt, dass sich die Benutzer der Suchmaschine offener anvertrauen als ihrem Partner.

Im Netz ist jedoch noch längst nicht alles Gold, was glänzt. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass

  • Sie die Interessen derer, die im Internet publizieren, nicht kennen können?Das Internet ist das ideale Spielfeld für Lobbyisten.
  • die meisten Rechercheure nur die Treffer der ersten Ergebnisseite beachten?Seiten, die Google als gut bewertet, erhalten die geballte Aufmerksamkeit. Deshalb werden populäre Quellen immer wieder zitiert und ein guter Artikel auf einer nicht-suchmaschinenoptimierten Website gelangt zu Unrecht ins Hintertreffen.
  • niemand die Richtigkeit von Angaben in den Artikeln überprüft?Fälle von Abschreibefehlern gab es zwar schon im Analog-Zeitalter, aber die Gefahr ist im Netz ungleich größer.
  • Google die Suchergebnisse immer mehr personalisiert?Ihre Sprache und Ihr Standort gehen in die Ergebnisliste ein wie auch Ihr bisheriger Suchverlauf. Auch Ihre Verknüpfungen bei Google+ sollen in das Ergebnis beeinflussen. Im Netz kursieren Tipps, wie Sie einen möglichst unverfälschtes Rechercheergebnis bekommen.


Für Vorträge, Präsentationen und andere Arbeiten war es schon immer wichtig, die Glaubwürdigkeit einer Quelle zu prüfen. Im Internet gilt der Auftrag aber besonders, weil wirklich jeder publizieren kann. Fragen Sie sich deshalb: Wer ist der Autor oder wer sind die Autoren? Würden Sie sie als Experten beschreiben? Wie ist der Artikel finanziert? Wie liegen die Interessen des Finanziers?

Wenn Ihre Arbeit sogar einem akademischen Anspruch genügen soll, prüfen Sie bitte die sogenannte “Zitierfähigkeit” Ihrer Quellen. Informationen finden Sie unter diesem Suchbegriff bei Universitäten und Hochschulen: Internetseiten gelten gemeinhin als schwach zitierfähig, weil die Informationen meist nicht belegt sind und die Seiten ständig geändert werden können.

Finden Sie mehrere Quellen

Bei zentralen Aussagen Ihrer Arbeit oder wenn Sie von Beginn an Einwände erwarten, wappnen Sie sich am besten mit mehreren hochwertigen Quellenangaben. So sind Sie für Nachfragen gut gerüstet.

Unser Artikel will Sie dabei unterstützen, Ihrer Arbeit ein gutes Fundament zu geben. Deshalb darf Ihr Vortrag oder Ihre Präsentation trotzdem unterhaltsam sein – das ist kein Widerspruch. Ihrem Vortrag eine Dramaturgie zu geben und ihn mit Beispielen und Stories farbig zu gestalten, ist der nächste empfehlenswerte Schritt in Ihrer Vorbereitung.

Unsere Seminarempfehlung

Professionell moderieren und präsentieren für Projektleiter

Präsentationen und Moderationen erfolgreich durchführen