Bekommt der Mitarbeiter keine Rückmeldung über seine Arbeit, sprudelt die Phantasie.

Mitarbeitergespräche: So werden sie sachlich und einfach

In vielen Unternehmen sind sie üblich, aber nur wenige haben sie gerne: Zwischen Dezember und Februar findet das Gros der Mitarbeitergespräche statt. Mitarbeiter und Führungskräfte setzen sich zusammen, um Bilanz zu ziehen und neue Ziele zu vereinbaren.

Stärken Sie Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen!

Entwickeln Sie Ihre Stärken und Potentiale weiter. Bilden Sie sich weiter in unseren Trainings - erfrischend, intensiv, praxisnah.

Hier informieren!

Sorge der Mitarbeiter: “Erfülle ich die Erwartungen”?

In ihrem Unbehagen sind sich beide Seiten einig: Oft machen sich Mitarbeiter Sorgen, als Mensch beurteilt zu werden. Die Furcht ist gar nicht so abwegig, wie es zunächst klingen mag. In der Vergangenheit waren Persönlichkeitsmerkmale tatsächlich Gegenstand der Beurteilung – ein Graus für Mitarbeiter wie Führungskräfte. Zum Glück ist das aber vorbei!

Es bleibt die Angst vor Kritik an der eigenen Arbeit. Auch diese Sorge ist mehr als begründet. Häufig wissen Mitarbeiter nicht so genau, was eigentlich von ihnen verlangt wird: “Ist das O.K. was ich mache?” “Was genau wird von mir erwartet?” “Bin ich zuständig?” Aus Studien ist bekannt, dass Aufschieberitis und Burnout-Erkrankungen zum großen Teil auf Unsicherheit zurückzuführen ist. Unsicherheit bedeutet Stress – und Stress macht auf Dauer krank.

Bekommt der Mitarbeiter keine Rückmeldung über seine Arbeit, sprudelt die Phantasie. Für schlaflose Nächte sind Tür und Tor geöffnet. Es gibt nur einen Weg, dem beizukommen und der heißt: Miteinander reden!

Sorge der Führungskräfte: “Was soll ich bewerten?”


Auch Führungskräfte haben gute Gründe für ihr Bauchgrummeln. Oft wissen sie nämlich nicht so genau, was ihre Mitarbeiter tun. Deshalb sind sie unsicher, wie sie Feedback geben sollen – besonders dann, wenn sie Kritik und Feedback gleichsetzen.

“Ziele vereinbaren” heißt das Zauberwort, um Licht ins Dunkel zu bringen. Bei der Zielvereinbarung kommt es darauf an, zusammen mit dem Mitarbeiter die Ergebnisse auszuhandeln. Der Weg zum Ziel bleibt dabei dem Mitarbeiter überlassen – er ist schließlich Fachmann auf seinem Gebiet. Drei bis fünf Ziele gelten als ideal, um sich fokussieren zu können.

Eine gut gemachte Zielvereinbarung vereinfacht die Zusammenarbeit in mehrfacher Hinsicht:

  • Der Mitarbeiter hat mehr Spaß an seiner Arbeit, denn Verantwortung schafft Identifikation.
  • Klarheit über Ziele und Aufgaben entlastet das Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter.
  • Mitarbeitergespräche werden einfacher, denn Dank der Ziele ist der Inhalt festgelegt: Werden die Ziele erreicht, ist alles gut. Werden sie nicht erreicht, müssen Führungskraft und Mitarbeiter über Lösungswege reden.


Licht einschalten – Gespenster vertreiben

Die Phantasie vernebelt uns nur allzu oft die Sicht. Mein ehrlicher Tipp lautet deshalb: Fassen Sie sich ein Herz und suchen Sie das Gespräch! Oft ist es gar nicht so schlimm, wie es von außen aussieht. Mein Appell gilt natürlich vor allem den Führungskräften, da die Mitarbeiterführung und Aufgabenverteilung in ihrer Verantwortung liegt.

Indem Sie gemeinsam nach Lösungen suchen, lösen Sie den Nebel auf. Die Aufgaben und Erwartungen werden für alle Seiten greifbar und die Zusammenarbeit wird einfacher.