Ein Coach im klassischen Sinn ist alles andere als ein Therapeut oder Seelentröster.

Führungskräfte: Delegieren und Coaching passen gut zusammen

Das Coaching von Mitarbeitern durch Führungskräfte wird oft unter der Überschrift “noch mehr Aufgaben” und “noch mehr Verantwortung” diskutiert. Für die Psycho-Probleme ihrer Mitarbeiter wollen sich Führungskräfte nicht auch noch verantwortlich machen lassen. Das sollen sie auch nicht. Über das Coaching von Mitarbeitern haben sich falsche Vorstellungen breit gemacht.

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Ein Coach im klassischen Sinn ist alles andere als ein Therapeut oder Seelentröster. Im Gegenteil: Die Grundannahme im Coaching ist, dass der Klient – oder hier: der Mitarbeiter – alle Voraussetzungen mitbringt, um ein Problem zu lösen. Aus irgendwelchen Gründen steht er sich aber selbst im Weg. Der Coach hilft ihm mit geeigneten Fragen, falsche Annahmen oder innere Blockaden aufzulösen.

Wer nicht fragt ….

Wenn Sie eine Aufgabe delegiert haben und merken, dass der Mitarbeiter in Schwierigkeiten steckt, können Sie mit ihm sprechen und ihn fragen:

  • was er bisher unternommen hat,
  • an welchen Stellen es Hürden gibt,
  • was generell fehlt oder
  • was der Mitarbeiter von der Führungskraft braucht.

Nur wenn Sie als Führungskraft fragen, können Sie herausfinden, ob es an Information mangelt, an Entscheidungsfreiheit, Budget oder tatsächlich an Selbstvertrauen.

Keine Rat-“Schläge” bitte!


Führungskräfte haben ihre Verantwortung meist tief verinnerlicht. In einem Coaching-Gespräch besteht die Gefahr, dass sie eine väterliche Rolle einnehmen und gute Ratschläge erteilen. Dies führt oft zur Verärgerung und einer Blockade seitens des Mitarbeiters. Die Führungskraft muss einen Rollenwechsel bewältigen, der nicht leicht ist: Weg von der väterlichen Führungsfigur hin zum Prozessbegleiter, der sich selbst zurück nimmt und dem Mitarbeiter den Raum gibt, sich selbst zu klären.

Die Entlastung der Führungskraft ist das Ziel

So viel Mühe muss einen guten Grund haben. Führungskräfte leiden selten unter zu wenig Arbeit. Deshalb ist es wichtig, Aufgaben an Mitarbeiter zu delegieren. Nur so bekommen Führungskräfte den Freiraum, um sich um ihre eigenen Ziele zu kümmern.

Das Coaching von Mitarbeitern steht im Dienst des erfolgreichen Delegierens. Mitarbeiterentwicklung bedeutet in diesem Kontext, die Möglichkeiten des Mitarbeiters so zu erweitern, dass er stückweise mehr Verantwortung übernehmen kann. So schafft die Führungskraft die Voraussetzungen dafür, dass sie und ihr Team ihre Ziele erreichen.

Neben der Arbeitsentlastung hat das Coaching einen motivierenden Effekt. Es stärkt das Selbstwertgefühl, gefragt zu werden und eine Lösung zu finden. Nicht zuletzt zapft die Führungskraft das Fachwissen ihres Mitarbeiters an. Führungskräfte müssen wirklich nicht alles selbst wissen.

Eine Führungskraft kann niemals Coach seiner Mitarbeiter in vollem Umfang sein. Eine solche Vorstellung scheitert schon daran, dass Führungskräfte und Mitarbeiter auf unterschiedlichen Hierarchiestufen stehen und eigene Interessen im Unternehmen verfolgen.

Sehr wohl können Führungskräfte aber ihre Mitarbeiter dabei fördern, ihre Arbeitsressourcen auszuschöpfen.

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