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Die ersten 100 Tage als Führungskraft – taktische Fehler vermeiden

Die ersten 100 Tage als Führungskraft – taktische Fehler vermeiden
Sieben Empfehlungen für frischgebackene Führungskräfte: Worauf es jetzt ankommt - sich Respekt verschaffen und Ihr Team für sich einnehmen.
Zu den wichtigsten Aufgaben der ersten Tage als Führungskraft gehört es, das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter zu gewinnen und sich Akzeptanz als ihr Vorgesetzter zu verschaffen. Am besten vereinbaren Sie mit jedem Ihrer Mitarbeiter ein persönliches Gespräch. So schaffen Sie ein Klima von Nähe und Kontakt.

Das sollten Sie als junge Führungskraft tun

Vertrauen gewinnen und sich Respekt verschaffen
Jeder Mensch will gehört werden. Das zu akzeptieren, fällt leicht, und damit die Empfehlung, persönliche Gespräche zu führen. Vielen Führungskräften ist jedoch neu, dass sie sich mit dem Zuhören und aktiven Nachfragen obendrein Respekt verschaffen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Mitarbeiter: Stellen Sie sich vor, jemand kommt von außen hinzu und trifft Entscheidungen über Veränderungen und zwar ohne sich über Bedingungen und Abläufe zu informieren. Wirkt das klug? - Als Führungskraft wirken Sie überlegter, sich zuerst bei denen zu informieren, die seit Jahren die Arbeit tun – bei ihren Mitarbeitern. Ihre Mitarbeiter kennenlernen
In Ihren Gesprächen lernen Sie Ihre Mitarbeiter als Menschen kennen: ihre Aufgaben, täglichen Hürden und Hindernisse, ihre Wünsche an die Zukunft, ihre Zufriedenheit mit der Arbeit und ihre Persönlichkeit. Diese Kenntnisse benötigen Sie, um die Mitglieder Ihres Teams ihrer Aufgabe und ihrer Kompetenz entsprechend zu führen und zu fördern. Ihre Mitarbeiter haben nicht nur Pflichten im Beruf, sondern auch im Privatleben. Laden Sie sie ein, sich bei Problemen an Sie zu wenden, ohne jedoch ungebeten in sie zu dringen. Sich Zeit einräumen
Als Teamleiter haben Sie in der Regel einen doppelten Auftrag: Sie haben weiterhin Aufgaben im operativen Geschäft und übernehmen zugleich Funktionen als Führungskraft. Es besteht die Gefahr, sich aus Gewohnheit auf die fachliche Seite Ihrer Arbeit zu konzentrieren und die Führungsarbeit zu vernachlässigen.

Planen Sie zumindest zu Beginn 20 Prozent Ihrer Arbeitszeit für Ihre Führungsaufgaben ein, um Gespräche zu führen, Orientierung zu geben, Ziele zu vereinbaren und Aufgaben zu delegieren. Kontakt zum Vorgesetzten halten
Bleiben Sie am besten in engem Kontakt zu Ihren Vorgesetzten. Von ihm erfahren Sie, was man von Ihnen und Ihrem Team erwartet.

Das sollten Sie in den ersten 100 Tagen als Führungskraft vermeiden

Vorschnelle Ankündigungen
Als frischgebackene Führungskraft haben Sie Pläne, Wünsche und Ziele. Vielleicht wollen Sie endlich anders machen, worüber Sie sich immer geärgert haben. Ihr Wunsch ist menschlich und zugleich eine Stolperfalle: Vermeiden Sie es, sich schon in den ersten Tagen darauf festzulegen, „was alles anders werden soll“. Ihre Informationsbasis ist noch dünn. Über Aufgaben, Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten müssen Sie sich erst ein genaues Bild verschaffen. Sie können nicht ausschließen, dass Ihre Mitarbeiter eine eigene Agenda haben, gezielt Informationen weitergeben und versuchen, Sie für Ihre Ziele einzuspannen. Was zu Beginn schlüssig wirkt, kann sich ein paar Wochen später anders darstellen. Bereiten Sie Ihre Entscheidungen sorgfältig vor. Einmal verspieltes Vertrauen lässt sich nur schwer zurück gewinnen.
Übertrieben enge Kontrolle
Gehen Sie zu Beginn davon aus, dass jeder weiß, was er zu tun hat. Machen Sie Ihren Mitarbeitern das Leben nicht durch unnötige Vorgaben und Kontrollen schwer. Sie könnten Widerstand provozieren und die Motivation untergraben. Es wäre fatal, wenn Ihr Team gleich zu Beginn Position gegen Sie beziehen würde Pauschale Kritik
Seien Sie vorsichtig mit kritischen Kommentaren zur bisherigen Arbeitsweise oder zu Ihrem Vorgänger. Es wäre nicht nur ein schlechter Stil, Sie könnten sich ganz einfach irren: Lernen Sie Ihr Spielfeld zuerst kennen. Gut möglich, dass Sie nach wenigen Wochen die Dinge anders einschätzen als zu Beginn. Kritikgespräche führen Sie am besten nur, wenn die Arbeitsleistung eines Mitarbeiters zu wünschen übrig lässt oder wenn Sie einen andere konkreten Anlass haben.

Fazit: Als neuer Führungskraft kann es Ihnen ähnlich ergehen wie Motorradfahrern an den ersten Frühlingstagen des Jahres: Die Begeisterung verleitet zu halsbrecherischen Manövern. Einen Crash vermeiden Sie, indem Sie sich zu Beginn zurück halten.

Über den Autor

Werner Plewa
Projektmanager

Experte für berufliche Weiterbildung und Personalentwicklung. Kontaktanfrage gerne auch bei LinkedIn:

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