20 Jahre Kayenta

Risiko

Jedes Projekt birgt Risiken, die oftmals nur bis zu einem gewissen Grad berechenbar und bereits im Vorfeld eines Vorhabens erkennbar sind. Im Rahmen des Projektmanagements kann generell zwischen zwei Risikogruppen unterschieden werden.

Erstere bezieht sich auf Ereignisse, die sich negativ auf die effiziente Umsetzung einzelner Projektaktivitäten auswirken. Diese Risiken lassen sich wiederum in systeminterne und externe Risiken bzw. kontextbedingte Risiken untergliedern. So können sich zum Beispiel stark schwankende Witterungen oder Unwetter, also externe und durch das Projekt als solches nicht beeinflussbare Faktoren, negativ auf den Bau eines Gebäudes auswirken. Eine zu enge Personalplanung, bei der ein einzelner Krankheitsfall bereits Probleme bei der Umsetzung des Vorhabens auslösen würde, beschreibt hingegen ein systeminternes Risiko.

Die zweite Risikogruppe bezieht sich nicht auf negative Einflüsse, denen die einzelnen Projektaktivitäten ausgesetzt sein könnten und die somit den Erfolg eines Vorhabens negativ beeinträchtigen würden, sondern umfasst vielmehr diejenigen Risiken, die erst durch die eigentliche Zielerreichung eines Vorhabens zu tragen kommen. Gerade vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit von Projekten spricht man in diesem Zusammenhang oft auch von Zielkonflikten bzw. nicht intendierten Wirkungen. So kann zum Beispiel die Förderung des Tourismussektors in einer Region ungewollte Konsequenzen für das örtliche Ökosystem haben bzw. die Abhängigkeit von einem einzelnen Wirtschaftszweig verstärken.

Fachratikel

Risikobewältigungsstrategien

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