Kanban

Das wesentliche Anliegen der Kanban-Methode liegt in der möglichst optimalen Produktionsprozessteuerung begründet. Ursprünglich stammt das System aus der Automobilbranche.

Mittlerweile wurde das Kanban-Modell erfolgreich im Rahmen des Projektmanagements adaptiert. Hierzu benutzt man zur Visualisierung des Projektes das Kanban-Board (zum Beispiel ein großes Whiteboard) mit insgesamt drei Spalten. Die Anforderungen werden auf Haftnotizen oder Karteikarten festgehalten und durchwandern mit der Zeit als so genannte Tickets das Kanban-Board von links nach rechts.

Begonnen wird im "To do"-Bereich, in dem alle noch nicht angefangenen Aufgaben einzutragen sind. Nachdem ein Auftrag jedoch in Gang gesetzt worden ist, folgt der Übertritt in die zweite, "In Progress"-Spalte. Schlussendlich, nach Beendigung der Arbeitspakete, gehen die Aufgaben in die dritte "Done"-Spalte über.

Um innerhalb dieses Systems einzelne Aufgaben bedarfsgerecht zu verteilen, ist es einzelnen Teams oder Mitarbeitern jederzeit möglich, neue Aufgabenkarten zu ziehen. Selbstverständlich sollte sich vorher auf eine bestimmte Anzahl an Teilaufträgen geeinigt werden. Mithilfe der Kanban-Methode erfolgt eine effektive Fokussierung auf Aufgaben, die den Beteiligten wichtig erscheinen. Darüber hinaus lässt sich die Eigenverantwortlichkeit stärken, was wiederum nachweislich einen positiven Einfluss auf die Mitarbeitermotivation ausübt.

An bestimmten Stellen kann eine Anwendung des Systems nicht wirklich dienlich sein. Je mehr Interdependenzen im Rahmen eines Projektes entstehen, desto eher findet es seine Grenzen: Die vereinfachte Darstellung ist hier nicht mehr in der Lage, entsprechend komplexe Vorgänge adäquat darzustellen.

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