20 Jahre Kayenta
Konflikte lösen

Konflikt-Strategien und ihr Nachspiel

Soziale Kompetenz: Konflikte besser lösen

So lange sich die Kollegen grün sind, fällt es leicht, Respekt, Offenheit und Empathie zu leben. Soziale Kompetenz beweist sich vor allem im Konflikt – zu dem es in der täglichen Zusammenarbeit zwangsläufig einmal kommt. Weshalb der allseits gerühmte Kompromiss nur die zweitbeste Lösung ist, lesen Sie hier.

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Konflikt-Strategien und ihr Nachspiel

Flüchten

Flüchten bedeutet, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Auf den ersten Blick schont das die Kraft. Der Konflikt bleibt allerdings bestehen. Nichts ändert sich und es ist mehr als wahrscheinlich, dass der Konflikt im Untergrund sein Unwesen treibt und das Klima vergiftet. Genau genommen ist die Flucht für alle Beteiligten nachteilig.

Kämpfen

Das Gegenteil von Flucht ist der Kampf. Der Kämpfende steuert auf einen Sieg zu, auch gegen den Widerstand des Anderen. Wenn einer siegt muss ein anderer verlieren. Das ist die Krux an diesem Modell: Der möglicherweise strahlende Sie des Einen ist teuer erkauft, denn von den verletzten Gefühlen des Unterlegenen droht ein neuer Konflikt.

Aufgeben

Friedfertigkeit gilt als eine Tugend gerade für Frauen. “Der Klügere gibt nach”, haben sie schon als Kind gelernt und halten sich auch im Erwachsenenalter daran, da ein standfeste Frau schnell als Zicke diffamiert wird. Da ist es einfacher, sich zu fügen. Wer aber laufend einsteckt, wird zum Spielball seiner Umgebung und fühlt sich immer schlecht. Aus diesem Grund ist auch diese Strategie keine gute.

Sich aus der Verantwortung ziehen

Einen Konflikt umzulenken, scheint manchmal die einzige Lösung zu sein, besonders wenn es um eine Auseinandersetzung mit einem Ranghöheren geht. “Frag mal den, das ist nicht mein Ressort”, heißt es dann. Immerhin kann man das Gesicht wahren, aber einen Nachteil gibt es doch: Wer einen Konflikt delegiert, verliert den Einfluss auf die Entscheidung. Es besteht die Gefahr, am Ende als Verlierer da zu stehen.

Einen Kompromiss schließen

Ein Kompromiss ist ein gangbarer Weg für alle Beteiligten – nicht mehr und nicht weniger. Den Nachteil dieser Strategie können Sie abends in den Fernsehnachrichten studieren: Wie oft schauen wir Politikern zu, die sich zähneknirschend die Hände schütteln, offensichtlich noch an einer Kröte schluckend. In den anschließenden Interviews rechtfertigt sich jeder für die Abweichungen von seiner ursprünglichen Position. Bei späteren Gelegenheiten werden Zugeständnisse aufgerechnet. Der Kompromiss ist deshalb nur die zweitbeste Lösung.

Einen Konsens finden

Ein Konsens ist ein dritter Weg, der für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung schafft – die Meisterklasse der Lösungsstrategien, denn der Konflikt wird tatsächlich aufgelöst.

Ein Konsens ist die beste Lösung, aber es wäre naiv zu hoffen, dass Win-Win-Lösungen in jedem Fall zu erreichen sind. Manchmal fehlt ganz einfach die Zeit. Oder es müssen Entscheidungen getroffen werden, die für eine Seite einfach nicht zufriedenstellend sein kann wie etwa Entlassungen im Zuge eines Stellenabbaus.

Wenn Sie sich aus irgendeinem Grund für eine hier als weniger positiv gekennzeichnete Verhaltensweise entscheiden, sollten Sie sich über die Folgen im Klaren sein und überlegen, wie Sie mit dem entstandenen Schaden verfahren.

Soziale Kompetenz zählt keineswegs zu den angeborenen Fähigkeiten – man kann sie trainieren.

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