20 Jahre Kayenta

Gesundes Führen: Frisch im Kopf und frei im Herzen kommt Ihr Team weiter

„Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten 3 Führungsprinzipien?“ fragt Bernd Geropp in seiner Blogparade. Ganz herzlichen Dank für die Einladung sowie die spannende und nicht ganz einfach zu beantwortende Aufgabe.

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Von Nina Kuntz, KAYENTA Trainierin, Business Coach und Ledership-Expertin

Endlich weiß ich, was ich von meinen Trainingsteilnehmern verlange, wenn sie aus 50 Werten ihre 10 wichtigsten heraussuchen sollen. Führung hat viele Facetten. Was sind die drei wichtigsten Prinzipien? Ich habe die Gesundheit auf den Schild gehoben, weil ausgelaugte Mitarbeiter niemals leistungsfähig sein können. Mit der Gesundheit fängt alles an. Deshalb sind meine drei wichtigsten Führungsprinzipien:

Die Wertschätzung

Nutzt sich das Wort langsam ab? Die Wertschätzung ist in aller Munde und das mit gutem Grund: Sie ist die Grundlage für ein gesundes, leistungsförderndes Betriebsklima. Ohne Wertschätzung für Ihre Mitarbeiter brauchen Sie über Freizeitangebote und Energie-Drinks gar nicht nachzudenken. Dabei geht es weniger um ein nettes Wort hier und da, als um eine Haltung. Die Wertschätzung drückt sich zu einem wesentlichen Teil nonverbal aus.

Verwenden Sie gerne auch das altmodischere Wort Respekt, wenn es Ihnen mehr behagt. Wenn Sie jemanden respektieren, müssen Sie nicht alles gut finden, was er tut. Sie müssen auch nicht alles schön reden.

Der Respekt – oder die Wertschätzung – drückt sich in der Art und Weise aus, wie Sie bei einem möglichen Fehler darauf hinweisen. Es ist ein Unterschied, ob Sie Ihren Mitarbeiter zu einem Schuljungen degradieren oder ihm die Chance geben, seine Würde zu wahren.

Die Differenzierung

Es kann sein, dass Sie einen Mitarbeiter einfach nicht mögen. Wir finden zum Beispiel instinktiv die Menschen sympathisch, die uns ähnlich sehen. Das ist menschlich, aber wenig befriedigend. Was tun Sie dann?

Bleiben Sie flexibel in Ihren Vorurteilen: Wir alle arbeiten mit gedanklichen Schubladen und im Kern ist das gut so. Wollten wir immer alles neu ergründen, wären wir hoffnungslos überfordert. Schubladen helfen, die vielschichtige Umwelt zu ordnen und zu bewältigen.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance, Sie zu überraschen, und machen Sie die Schublade nicht völlig zu. Seien Sie sich bewusst: Egal, in welche Richtung Sie denken – die eigene Sicht ist nie die einzig mögliche.

Wenn Ihnen die “flexiblen Vorurteile” nicht so liegen, versuchen Sie es doch einmal mit dem Wort “Differenzierung”. Es ist das gleiche gemeint: Mitarbeiter sind nie nur so oder nur so. Genauso wollen Sie auch angesprochen werden.

Die positive Erwartung

Die positive Erwartung ist mit der Differenzierung verwandt, und doch geht sie über die Differenzierung hinaus: Versuchen Sie, Ihren Mitarbeitern bewusst positive Dinge zuzuschreiben. Der Hintergrund ist folgender: Wir alle haben ein starkes Bedürfnis, unsere Negativ-Bilder zu bestätigen.

Den Zusammenhang kennen Sie vielleicht aus der Schule: Ein schwacher Schüler bleibt für seine Lehrer immer ein schwacher Schüler. Ein Negativ-Image haftet wie Pech.

Wenn Ihr Mitarbeiter sich in einer Art und Weise verhält, die Sie stört, versuchen Sie dennoch die positive Absicht hinter seinem Verhalten zu erkennen. Sie gewinnen daraus eine andere Sicht und neue Bewertungs- und Handlungsszenarien.

Alle drei Führungsprinzipien zielen darauf, dass sich der Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz als Person willkommen fühlt und sich entfalten kann.

Er wird offener und auf lange Sicht belastbarer. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn Mitarbeiter nicht damit beschäftigt sind, Angriffe und Abwertung auszubalancieren, sind sie im Kopf und im Herzen frei, ihre Arbeit zu tun.

Wenn Sie es schaffen, die Leistungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter zu wecken, sind Sie hinsichtlich einer guten Führung einen großen Schritt voran gekommen.

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