Der gute Draht zur Führungskraft

Durch Haltung und Aufmerksamkeit können Mitarbeiter auch ohne Worte zu erkennen geben, dass sie die Person auf der anderen Seite des Schreibtischs als Menschen erkennen.

Der gute Draht zur Führungskraft

In der Diskussion um den Führungsalltag in Deutschland geht es stets um die Mängel der Führungskräfte. Was aber können Mitarbeiter für ein gutes Verhältnis zum Chef tun?

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Jedes Jahr lesen wir in der Gallup-Studie wie schlecht es um die Mitarbeitermotivation bestellt ist. Und mit schöner Regelmäßigkeit bescheinigt die Studie den Vorgesetzten schlechteste Führungseigenschaften.

Sicher liegt Vieles im Argen. Dennoch bleibt die Frage, was Mitarbeiter für ein gutes Verhältnis zum Chef tun können – ohne unangemessen zu liebdienern, versteht sich. Immerhin sind Führungskräfte auch nur Menschen und dass die Sandwich-Position ungemütlich zwischen allen Stühlen liegt, wird niemand ernsthaft bestreiten wollen.

John C. Maxwell hat sich in seinen Büchern intensiv damit beschäftigt, was das eigentlich ist: eine gute Beziehung und dieses Etwas in seine Bestandteile zerlegt. Er meint, eine stabile Verbindung zwischen Menschen hält Antworten auf drei zentrale Fragen bereit:

Do you care for me?

Vor unangemessenen Vertraulichkeiten gegenüber dem Vorgesetzten oder der Vorgesetzten wird sich jeder Mitarbeiter hüten. Durch Haltung und Aufmerksamkeit können Mitarbeiter jedoch auch ohne Worte zu erkennen geben, dass sie die Person auf der anderen Seite des Schreibtischs als Menschen erkennen.

Von Führungskräften wird erwartet, dass sie sich um die Sorgen und Nöte ihrer Mitarbeiter kümmern. Das ist richtig und angemessen. Eine gute Führungskraft wird ihre Pflicht tun, aber sie wird es schätzen, wenn die Wertschätzung auch einmal den umgekehrten Weg nimmt.

Can you help me?

Der Führungskraft zu zuarbeiten oder die Aufgaben des Team zu lösen, ist genau genommen der Kern eines jeden Arbeitsverhältnisses. Mit der Frage “Can you help me?” ist mehr gemeint: Ist der Mitarbeiter bereit, die Führungskraft aktiv in ihren Belangen zu unterstützen?

Nimmt er sich der gestellten Aufgaben persönlich an und macht sich Gedanken? Die aktive Unterstützung hat eine andere Qualität als einfach den Job zu erledigen.

Can I trust you?


Mal ein bisschen über den Chef her zuziehen, mag aus der Sicht der Mitarbeiter eine harmlose Art sein, Dampf aus dem Kessel zu lassen. Aber für die Beziehung zum Chef ist es weniger gut. Das Gesagte setzt sich im Kopf fest und prägt die Haltung.

Noch schlimmer ist es, wenn der Chef aus Versehen doch etwas mitbekommt. Er kann nicht wissen, ob es bei ein bisschen Lästerei bleibt, oder ob ein Mitarbeiter an seinem Stuhl sägt oder an wichtigen Stellen schlecht über ihn spricht. Wo Vertrauen wachsen soll, haben Sprüche keinen Platz.

Über den Autor

Werner Plewa
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