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Soft Skills: Drei Rezepte für den gelungenen Smalltalk

Die Kunst des Smalltalks gehört zu den wichtigsten Soft Skills im Beruf – und zu den am meisten unterschätzten.

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„Immer dieses BlaBla“ oder „ich habe keine Lust, mich selbst zu verkaufen“ sind häufig genannte Vorbehalte und zugleich Ausdruck eines Irrtums: Die Aufgabe der freundlichen kleinen Unterhaltung ist es, Beziehungen herzustellen und zu pflegen.Ein selbstgefälliger Ego-Trip ist weder erstrebenswert noch hilfreich.

Drei Tipps für einen entspannten und gelungenen Smalltalk:

Soft Skill #1: Austauschen – anstelle von „sich verkaufen“

Jeder hat den Wunsch, sich in einem guten Licht zu zeigen. Selbstverständlich gilt dies auch für den Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten. Der Irrtum liegt darin zu glauben, dass ein guter Talker vor allem in der Lage ist, seine Fähigkeiten und Kompetenzen in den Mittelpunkt zu rücken.

Das Gegenteil ist richtig: Monologe sind das langweiligste, was man sich vorstellen kann. Meistens nicken die Beteiligten betreten und aus Höflichkeit. Bei der ersten Gelegenheit suchen sie das Weite. Eine gute Unterhaltung lebt vom Austausch und das bedeutet: zuhören, auf das Gesagte des Anderen reagieren und Aufmerksamkeit schenken. Ungeteilte Aufmerksamkeit ist ein so seltenes Gut, dass Sie kaum etwas Besseres tun können, um Sympathie zu gewinnen.

Soft Skill #2: Gesprächsthemen entdecken, die immer gleichen Sprüche ersetzen

Richtig ist, dass der Einstieg ins Gespräch selten zum Höhepunkt der geistreichen Konversation gerät. Irgendwo muss man eben anfangen. Oft stellen sich die Gesprächspartner mit einem Elevator Pitch vor. Oder sie diskutieren die Speisekarte, die Anreise und den Ort, an dem sie sich treffen.

Es ist wie im Fußball: Das Spiel beginnt immer an der Mittellinie. Was dann passiert, liegt in der Hand der Beteiligten. Hilfreich ist eine Art Forscher-Haltung: Ihr Gesprächspartner hat Ihnen mit seinem Elevator Pitch einen Ball zugespielt. Was daran interessiert Sie? Was haben Sie damit zu tun? Fragen Sie nach, suchen Sie Gemeinsamkeiten, spielen den Ball zurück und spinnen den Gesprächsfaden weiter.

Soft Skill #3: Sowieso nur BlaBla? - Die nonverbale Seite der Unterhaltung entdecken und schätzen

In amerikanischen Business-Knigge-Ratgebern kann man das nachlesen: Die Deutschen lieben das intensive, tiefschürfende, persönliche Gespräch. Ein Abend ist ein guter Abend, wenn ein solch intensiver Austausch gelungen ist. Amerikaner fühlen sich von Deutschen schnell überrumpelt und auch Deutsche haben unterschiedliche Geschwindigkeiten und Gesprächsbedürfnisse.

Auf der Suche nach interessanten Themen haben Sie als Smalltalker immer die Möglichkeit, ein Thema anzutesten: Zündet Ihr Themenangebot, steigt der andere ein oder reagiert er reserviert? Wenn es nicht „funkt“, ziehen Sie thematisch am besten weiter.

Wenn Sie in Ihrem Gespräch inhaltlich eher an der Oberfläche bleiben, hat das Zusammentreffen trotzdem seinen Wert: Im Smalltalk geht es darum, eine Beziehung herzustellen und zu testen, ob zwei zueinander passen: Können sie aufeinander eingehen? Begegnen sie sich auf Augenhöhe oder besteht eine Hierarchie?

Auch wenn die Aussagen inhaltlich nicht die Welt bewegen: Auf der emotionalen Ebene passiert viel.

Mit interessiertem Nachfragen und Aufmerksamkeit beweisen Sie emotionale Kompetenz und erweiterte Soft Skill-Fähigkeiten.

Falls Sie der Gedanke an einen Smalltalk unter Druck setzt, lassen Sie die Idee, Sie müssten sich glänzend präsentieren, einfach los. Sie stimmt sowieso nicht.

Über den Autor

Werner Plewa
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Experte für berufliche Weiterbildung, Training und Personalentwicklung.

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