20 Jahre Kayenta

Freundlichkeit und Spaß mögen wir auch

Selbstmanagement: Typisch deutsch in den USA

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So oft ich im Ausland bin, frage ich mich, was eigentlich typisch deutsch ist. Mir ist ein Buch von Melissa Lamson in die Hände gefallen: “No such Thing as Smalltalk“, heißt es. Die Amerikanerin und Beraterin für interkulturelle Zusammenarbeit beschreibt darin typisch deutsche Arbeitsweisen. Ich kann es sehr empfehlen: Es liest sich leicht und ist stellenweise sehr lustig.

Perfekte Organisation – das Steckenpferd der Deutschen …

Eine ihrer Geschichten hat mich besonders beeindruckt: Eine Amerikanische Firma wollte eine Niederlassung in Europa gründen. Am Ende hatten sich Deutschland und Polen als die besten Zielländer herausgebildet. Die Amerikaner statteten Besuche in beiden Ländern ab. In Polen wurden sie sehr herzlich und freundlich empfangen. Die Polen hatten Besichtigungen und gemeinsame Abendessen organisiert. Die Amerikaner hatten Spaß, genossen den Aufenthalt und die Gastfreundschaft.

In Deutschland ging es deutlich kühler zu. Das fanden die Amerikaner befremdlich. Andererseits gab es in Polen eine ganze Reihe Planänderungen und Umbuchungen in den Hotels. Die Organisation hatte ihre Schwächen. In Deutschland dagegen lief die Organisation wie am Schnürchen.

Wie sollten sich die Amerikaner also entscheiden? Für mich war klar, dass Deutschland den Zuschlag bekommen würde. Es ging doch um das Geschäft und nicht den Spaß, nicht wahr? Aber nein – und das ist der springende Punkt der Story: Die Amerikaner taten sich mit ihrer Entscheidung schwer. Nach einigem Hin und Her favorisierten sie denn doch Deutschland. Aber sie taten es mit großem Bedauern.

… gilt im Ausland ein Aspekt unter vielen

Das hatte ich nicht erwartet. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit lernen wir schon als Kinder bis sie uns in Fleisch und Blut übergehen. Ich für meinen Teil bin mir dessen nicht mehr bewusst. Aber in Wahrheit ist es nicht mehr als eine kulturelle Vereinbarung. Andernorts ist es eben anders.

Freundlichkeit und Spaß mögen wir auch. Aber vor allem heißt es: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Deshalb gelten die Deutschen im Ausland als extrem humorlos. Sie haben so wenig Spaß beim Arbeiten.

Verstehen Sie mich recht: Disziplin und Pünktlichkeit haben unsere Wirtschaft weit gebracht. Wir sollten nur trotzdem nicht glauben, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Im Schnitt geht es den deutschen Arbeitskräften nicht besonders gut. Viele werden krank und in zahllosen Studien wird das unpersönliche Arbeitsklima beklagt. Da kann man sich doch auch einmal etwas von anderen abschauen. Möglicherweise haben wir in Sachen Freundlichkeit einen blinden Fleck.

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Über den Autor

Werner Plewa
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Experte für berufliche Weiterbildung, Training und Personalentwicklung.

Werner Plewa

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