Projektmanagement: Führen ohne Chef zu sein

Projektverantwortung ohne formale Weisungsbefugnis – gerade im Projektmanagement gibt es das häufig. Die Situation stellt besondere Anforderungen an den Projektmanager, denn er braucht die freiwillige Unterstützung der Mitarbeiter. Natürlich ist es immer besser, Mitarbeiter zu begeistern. In diesem Fall hat der Projektmanager jedoch keine andere Wahl.

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Wie Sie Ihre Mitarbeiter gewinnen können, hängt von der jeweiligen Persönlichkeit ab. Je nach Typ erweist sich eine andere Ansprache als wirkungsvoll. An folgendem Modell können Sie sich orientieren:

Der Expressive

Den expressiven Typ erkennen Sie an seinem lebhaften, optimistischen Wesen. Seine Stärke ist die Teamfähigkeit. Dieser Mitarbeiter ist hilfsbereit, kommunikativ und knüpft Kontakte – ein echter Beziehungsmensch

Der expressive Typ steht gerne auf der Bühne. Geben Sie ihm eine Aufgabe, bei der er sich darstellen kann, zum Beispiel eine Präsentation vor einem Gremium.

Der Analytiker

Der Analytiker ist vorsichtig und wirkt etwas distanziert. Er ist in seinem Element, wenn er eine Nuss knacken kann. Vorgaben und Normen wird er sorgfältig einhalten. Der Analytiker braucht spannende und herausfordernde Aufgaben. Führen Sie im vor Augen, weshalb seine genaue Arbeitsweise für das Projekt wichtig ist.

Der Beständige

Der Beständige fühlt sich wohl, wenn er in einer vertrauten Umgebung arbeiten kann. Er ist freundlich und geduldig, ein loyaler Typ, der selten “Nein” sagt.

Seine Sorge ist es, etwas falsch zu machen. Er findet Sicherheit in klaren Regelungen und Abläufen. Wenn einer Strukturen findet, ist er es. Appellieren Sie an seinen Teamgeist und entkräften Sie seine Angst vor Fehlern.

Der Macher

Der Macher sehnt sich nach Macht und Bedeutung. Geben Sie ihm eine Aufgabe, die es ihm erlaubt, im Unternehmen etwas zu bewegen. Erklären Sie ihm, weshalb das Projekt für das Unternehmen so wichtig ist.

Der Macher ist zielstrebig, ungeduldig und selbstbewusst. Auftretende Probleme wird er lösen und Anliegen durch boxen, wenn es darauf ankommt. Denken Sie daran, ihm Anerkennung dafür zu zollen.

Ein Wort noch zum Schluss: Modelle wollen Ihnen eine Orientierung geben. Sie leben von der Vereinfachung. Kein Mensch ist nur “Macher” oder “Analytiker” und jeder Typ hat seine Stärken und Schwächen.