Projektmanagement-Methoden helfen dabei, die Prozesse eines Projekts zu strukturieren und zu planen. Sie definieren eine gemeinsame Sprache mit einheitlichen Schlüsselbegriffen sowie Rollen und ihre jeweils dazugehörige Verantwortung. Sie erlauben die Koordination von Ressourcen, Tools und Aktivitäten.
Es gibt eine ganze Reihe Methoden, darunter PMBOK, IPMA-ICB oder Prince2, unternehmensspezifische Lösungen, fachliche Handlungsanweisungen sowie international anerkannte Standards, die auf PMI, IPMA/ICB oder Prince2 basieren.
Hauptsache die Methode passt zum Unternehmen
Große und internationale Unternehmen mit definierten Strukturen entscheiden sich meist für Standardmethoden. So stellen sie sicher, dass alle Mitarbeiter ein einheitliches Verständnis von ihren Rollen und Verantwortlichkeiten haben. Außerdem erlauben Standards die Zertifizierung der Mitarbeiter nach einheitlichen Kriterien.
Für kleine flexiblere Unternehmen kann auch eine individuelle Lösung die passende sein. Wobei es hier Mischformen gibt: Standardmethoden lassen sich individuell an die Unternehmensrealität anpassen – und das ist auch anzuraten, damit sie die Anforderungen wirklich erfüllen.
Eine richtige oder falsche Methode gibt es nicht. Es gilt nur eine Regel: Die Methode muss zum Unternehmen passen.
Mitarbeiterzertifizierungen untermauern Standards
Nicht zu unterschätzen ist der Wert einer Mitarbeiterzertifizierung. Jedes Unternehmen sollte sie durchführen, um ausgesprochenen Qualitätsstandards für alle Mitarbeiter ersichtlich einzufordern.
Die verschiedenen Zertifizierungen weisen unterschiedliche Schwerpunkte auf. PMI-zertifizierte Mitarbeiter verfügen über fundierte Projektmanagement-Kenntnisse, da sie dazu intensiv geprüft werden. IPMA wiederum stellt die Handlungstauglichkeit in den Vordergrund. Deshalb durchlaufen die Mitarbeiter bei der Zertifizierung ein Assessment Center. Die IPMA-Zertifizierung ist aufwändiger, komplexer, nachhaltiger und prüft außerdem das Führungsvermögen.
Leadership-Kompetenzen sollten generell geschult und gefördert werden, egal worauf die Wahl fällt. Denn jede Methode kann nur die Ausgangsbasis sein. Für die Umsetzung bedarf es Projekt- oder Programm-Manager mit Führungsqualitäten, die den methodischen Ansatz mit all seinen übergreifenden Spielregeln im Alltag konsequent durchsetzen.
Für die Einführung sollte ein Unternehmen mindestens ein Jahr veranschlagen, um die Strukturen zu schaffen, die Mitarbeiter zu schulen und sie zu überzeugen. Denn es geht darum, die Methode mit Leben zu füllen. Zudem empfiehlt sich die Einrichtung eines Projektmanagement-Offices, um den Prozess methodisch zu unterstützen.
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