Schutz vor Burnout: Resilienz für Change Manager

Wie Sie das innere Stehaufmännchen in Ihnen wecken und Ihre seelische Widerstandskraft stärken.

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Erwartungsdruck von allen Seiten ist der ständige Begleiter von Change Managern:

  • Ihre Vorgesetzten wollen, dass der Change Prozess möglichst geräuschlos und schnell umgesetzt wird. Sie erwarten Reports über die Umsetzung der Ziele und Informationen über Defizite. Auf keinen Fall wollen Sie mit Kleinigkeiten belästigt werden.
  • Die Mitarbeiter erleben durch den Change eine Phase der Unsicherheit. Sie verlieren Kontrolle über einen Teil ihres Lebens. Deshalb fordern sie Erklärungen ein. Sie wollen gehört und bestärkt werden. Das kostet Zeit. Den Change akzeptieren sie meist nur zögernd.
  • Der Change Manager soll alledem gerecht werden: Auch für ihn bedeutet ein Change eine Veränderung, die er für sich einordnen muss. Das Tagesgeschäft bleibt ihm erhalten, während er sich zusätzlich Zeit für seine Mitarbeiter nehmen soll. Sogar unfaire Angriffe soll er mit Geduld und Verständnis ertragen.

Change Manager zu sein, ist wirklich kein Spaziergang – und der Wunsch, sich vor einem Burnout zu schützen, keinesfalls abwegig.

Resilienz: Geheimnis seelischer Widerstandskraft

Resilienz steht im beruflichen Kontext für die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und konstruktiv mit schwierigen Situationen umzugehen.

Resiliente Menschen sind in der Lage, Kraftquellen zu mobilisieren und können trotz dauerhafter Belastung ihre psychische Gesundheit erhalten. Sie schöpfen aus erlerntem Verhalten, ihrer Persönlichkeit und ihrem sozialen Umfeld und können sich wirksam vor einem Burnout schützen.

Das Stehaufmännchen aktivieren

Resilienz basiert auf verschiedenen Stärken, den sogenannten „Sieben Säulen der Resilienz“. Wenn Change Manager ihre seelische Widerstandskraft steigern wollen, finden sie hier die geeigneten Ansätze:

Optimismus
Ist das Glas halb voll oder halb leer? Widerstandsfähige Menschen leben in der Zuversicht, dass sich die schwierige Situation im Rückblick als lehrreich, wenn nicht positiv erweist. Sie lenken den Blick auf das Gute und erkennen auch in der Krise die Chance.

Akzeptanz
Resiliente Menschen gestatten sich eine Phase der Trauer und lassen ihre Emotionen zu. Danach jedoch akzeptieren sie, was nicht zu ändern ist.

Sie erkennen die Krise als solche an. Das ist wichtig, denn nur so kann der Lösungsprozess beginnen. So lange ein Mensch die Krise verdrängt, denkt er nicht über Lösungen nach. Er bleibt in der Krise stecken.

Lösungsorientierung
Im Glauben, doch nichts ändern zu können, stecken seelisch angreifbare Menschen den Kopf in den Sand. Eine starke Persönlichkeit macht sich auf den Weg und findet Lösungen.

Die Lösungen, die er entwickelt, sind ein Spiegelbild seiner inneren Konzepte und Erwartungen. Meist gibt es noch mehr Lösungen darüber hinaus, weshalb es sinnvoll ist, weitere Meinungen einzuholen.

Selbstwirksamkeit
Innere Stärke zeigt sich darin, die Opferrolle zu verlassen und darauf zu vertrauen, dass man die Krise bewältigen kann. Selbstbewusstsein und der Glaube an die Selbstwirksamkeit sind ein eng verbundenes Duo.

Verantwortung übernehmen
Negative Gedanken und Wut sind natürlich Begleiter einer Krise. Sie sollten jedoch nicht überhand nehmen. Resiliente Menschen übernehmen die Verantwortung für ihr Tun und für ihr Denken. Auf ein ein andauerndes Bad in schlechten Gefühlen lassen sie sich nicht ein. Sie behalten das Steuer in der Hand – auch im emotionalen Sinne.

Netzwerke aufbauen und Kommunizieren
Ein stabiles Netzwerk aus erweist sich in der Krise als starker Rückhalt. Resiliente Menschen können auf Familie, Freunde, Partner und Mentoren bauen.

Zukunft planen
Starke Persönlichkeiten sehen die Chancen, die die Zukunft bietet. Sie wissen um die Wechselfälle im Leben und tun das Notwendige und Vernünftige, um sie zumindest einzugrenzen.

Grenzen: Fit für die Krise?

Der Begriff der Resilienz ist in der Öffentlichkeit angekommen und der Wunsch, die seelische Widerstandskraft zu stärken, gut und vernünftig.

Fachleute sehen jedoch die Gefahr der Übertreibung. Aus einem vernünftigen Wunsch könnte ein genereller Anspruch werden - nämlich der, alles, aber auch wirklich alles ertragen zu können.

Für Vorgesetzte und Verantwortliche wäre das ziemlich bequem: Bei jedem Einwand könnten sie auf den Change Manager zurück verweisen und mehr Stärke einfordern.

Deshalb ist bei dem Ziel, die persönliche Widerstandskraft zu stärken, Augenmaß gefragt: Was zu viel ist, bleibt zu viel.




Über den Autor

Werner Plewa
werner.plewa@kayenta.de
Experte für berufliche Weiterbildung, Training und Personalentwicklung.

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